Donnerstag, 18. Februar 2010
Neuer Vorstand
Grund für die vorgezogenen Neuwahlen: Gründungspräsidentin Anja Pfeffermann verlässt Frankfurt, um in Bayreuth zu promovieren.
Ausblick auf nächste Woche: Das Debattieren beginnt 24. Februar schon um 14:30h, da wir gemeinsam mit Rednern aus Marburg und Mainz einen Debattiertag einlegen. Wer noch teilnehmen möchte, melde sich bitte unter vorstand[@]dcgf.de.
Montag, 11. Januar 2010
PUNK Turnier in Berlin
Am Freitagabend jedoch besuchten die Legionäre erst einmal "Clubpraktikant" Florian Umscheid, der nach Potsdam einlud. In der gemütlichen Atmosphäre seines, zu einer Clubdebatte umstrukturierten, WG-"Bunkers" redeten sich schonmal alle warm, um am nächsten Tag das Turnier gestärkt zu bestreiten.
Thema war "Dieses Haus würde Personen ohne Organspendeausweis, Spenderorgane verweigern".
Nach einer kurzen Nacht ging es am Samstag nach Berlin, um endlich sich mit anderen Wortkünstlern im traditionellen Debattierstil zu messen. Nachdem das Turnier mit erheblicher Zeitverzögerung startete, folgten 4 Runden Spannung und Erfahrung zu den Themen:
"Dieses Haus fordert eine Akademikersteuer für ehemalige Studenten"
"Dieses Haus würde mit Al Quaida verhandeln"
"Dieses Haus schafft den Zölibat ab"
"Dieses Haus fordert einen Strafzoll für undemokratische Staaten"
Beim Abendessen war es dann soweit, der Break wurde verkündet und das Ergebnis ließ sich sehen:
Team "Pudel" (Georg Schäfer und Willy Witthaut) landete mit 6 Ranking Points auf Rang 22 von 45 gestarteten Teams.
Team "Mephisto" (Marion Seiche und Marina Miller) landete mit 5 Ranking Points auf Platz 29.
Für alle Beteiligten war es das erste BPS-Turnier mit erst zwei oder drei Übungsdebatten vorher. Daher war die Freude groß, das Ergebnis lässt sich sehen.
Willy Witthaut schaffte es zusätzlich mit 293 Rednerpunkten auf Platz 8 des Einzelrednertabs.
Große Freude breitete sich auch bei uns aus, als wir den Break von zwei Potsdamer Teams hörten. Herzlichen Glückwunsch unseren Gastgebern!
Am Abend kehrte die Delegation wieder zurück nach Potsdam, um dort beim Skat, kalter Pizza, Bier und Chips den Abend ausklingen zu lassen.
Nach einer erneuten kurzen Nacht (und nachdem wir das Auto aus dem Schnee geschoben haben), ging es wieder früh nach Berlin, denn Gastgeber und Clubpraktikant Florian Umscheid durfte im Halbfinale (später auch noch im Finale) zum Thema "Dieses Haus fordert einen Orden für Mütter vieler Kinder" und "Dieses Haus würde Reedereien erlauben, Ballistische Geschütze zur Piratenabwehr zu gebrauchen" reden. Auch wenn es für den Gesamtsieg nicht gereicht hat, gratulieren wir Florian für eine starke Leistung und freuen uns mit ihm über seine erste Finalteilnahme! (An dieser Stelle sei den Siegern, Hanse Debating Union, gratuliert!)
Gegen Mittag machten sich die Redner wieder auf den Heimweg. "Tief Daisy" hatte zuvor auch Berlin erreicht und bei 40cm Schnee bewies Georg Fahrkünste und kutschierte die Frankfurter Delegation nach knapp sieben Stunden Fahrt sicher nach Hause!
Insgesamt lässt sich sagen, dass es ein sehr schönes Turnier in Berlin war, bei dem viele Erfahrungen gesammelt werden konnten. Wir freuen uns über die Teilnahme und hoffen demnächst wieder zu kommen, wenn es heißt: "Berlin is calling!"
Dienstag, 5. Januar 2010
Résumé 2009
2009 war eindeutig das Jahr des DCGF! Anja Pfeffermann hatte schon einige Debattiererfahrung gesammelt, bevor wir uns das erste Mal im Studierendenhaus auf dem Campus Bockenheim trafen. Am 14. Januar 2009 näherten sich einige mutige Frankfurter Studenten der Debattierwelt.
Eine Woche später wurde schon die erste Clubdebatte in Form der Offenen Parlamentarischen Debatte (OPD) gehalten. Mit dem professionellen und charmanten Coaching der damaligen VDCH-Vizepräsidentin Gudrun Lux sammelten wir unsere ersten Erfahrungen. Und was wären wir ohne diese gewesen! Schon zwei Tage später standen Luka L., Franziskus Bayer und Willy Witthaut bei der ersten ZEIT DEBATTE Tübingen erstmals für Frankfurt am Main am Rednerpult. Der DCGF schnitt gar nicht mal so schlecht ab: Platz 25 hieß es hier, der nach der Bekanntgabe groß bejubelt und befeiert wurde!
Natürlich dachten wir uns: Auf den Lorbeeren ruhen wir uns nicht aus - Jetzt erst recht! Und so kam es auch: Im Februar starteten Anja und Willy (mit Unterstützung eines Heidelberger Schülers) auf dem Punk-Turnier in Heidelberg. Anja breakte sofort als Freie Rednerin ins Finale.
Die Zeit verging, der Frühling kam ins Lande und der April sollte der Monat unseres jungen Clubs werden:
Als endlich alle Steine aus dem Weg gelegt worden sind, konnten wir auch unseren Club offiziell gründen: Am 1. April wählte der DCGF (nun auch offiziell unter diesem Namen) den ersten Vorstand: Anja Pfeffermann (Präsidentin), Willy Witthaut, Julian Wagner (beide Vizepräsidenten) und Ruth Hasberg (Kassenwartin).
Am 18./19. April starteten zwei Teams des DCGF in Bonn bei der Westdeutschen Meisterschaft. Team Gretchen mit Anja, Benjamin und Marcel Fazler schaffte es zwar nicht in den Break, Team Pudel machte jedoch das scheinbar Unmögliche möglich: Franziskus, Julian und Willy redeten sich famos bis ins Finale und wurden Westdeutsche Vizemeister.
Auch im Sommer fand sich der DCGF bei Turnieren wieder. Im Juni starteten erneut zwei DCGF-Teams bei der Krönung der Debattiersaison, der Deutschen Meisterschaft im Hochschuldebattieren in Mainz. Die Anreise mit dem Fahrrad mainabwärts und pinkfarbene Shirts sorgten für den Bekanntheitsgrad unserer Teams. Benjamin Jungkind, Bastian Rüger, Iris, Julian, Luka, Franziskus, Willy und Anja traten bei der DDM 2009 nicht ohne Erfolg an - am Ende standen Franziskus und Benjamin als Freie Redner im Achtelfinale, Willy breakte über die Raumwertung sogar ins Viertelfinale.
Am 1. Juli wählten wir aus satzungsrechtlichen Gründen einen neuen Vorstand: Anja Pfeffermann wurde im Amt als Präsidentin bestätigt, genauso wie die beiden Vizepräsidenten Julian Wagner und Willy Witthaut. Neu ins Boot kam Luka L. als Vizepräsident.
Im Juli traten Anja Pfeffermann gemeinsam mit Gudrun Lux (DC Bonn) beim Tilbury House Summer Open in Köln an. Sie debattierten sich bei ihrem ersten englischsprachigen Turnier mit internationaler Beteiligung (im Finale stand kein einziges deutsches Team!) solide ins Mittelfeld.
In der langen Sommerpause dachte sich unser Club: Hey, wir machen unser eigenes Turnier - die Geburtsstunde des Schobbe-Cups! Neun Teams aus Bonn, Marburg, Karlsruhe, Tübingen, Frankfurt, Mainz und Kiel erfreuten sich über ein spannendes und lustiges Turnier. Der Tragödie erster Teil (Gudrun, Tim Richter, Willy) unterlag knapp Mainz Anton (Daniil Pakhomenko, Peter Etges, Friederike Ditzen). Herzlichen Glückwunsch dafür noch einmal nach Mainz!
Die Blätter wurden Gelb und Mainz rief im Oktober zum Gutenberg-Cup! Das erste "Spaß-Debatten-Turnier". Marion Seiche, Anja und Willy redeten sich bis ins Halbfinale, wo sie sich dem späteren Turniersieger Tübingen geschlagen geben mussten. Lustig war es aber auf jeden Fall!
Nach der Saison ist vor der Saison! Stimmt und so traten Marion, Anja und Willy auf der ersten ZEIT DEBATTE der Saison 2009/2010 im November in Potsdam an, begleitet von ihrem Juror Stefan Maxara. Das Team Mephisto scheiterte extrem knapp am Teambreak, jedoch redeten Willy und Marion trotzdem – als Freie Redner – im Viertelfinale. Marion schaffte es auf ihrer ersten ZEIT DEBATTE als Freie Rednerin ins Viertelfinale und musste sich dort nur knapp geschlagen geben.
Ende des Jahres wurde es noch einmal spannend: Fast ein Jahr nach dem Frankfurter Debüt fuhren am 12./13. Dezember Iris Kurz, Marion , Willy und Luka L. ein zweites Mal nach Tübingen, um auf der dortigen, hochkarätig besetzten Vereinsmeisterschaft, dem Streitkultur-Cup, zu reden. Zwar schafften sie selbst nicht den Break, jedoch gewannen am Ende „Die Motten und das Licht“ mit unseren Förderern Tim Richter und Gudrun Lux zusammen mit Benedikt Nufer. Leute, das war die beste Debatte bis dato!
Zum Abschluss des Jahres veranstaltete der DCGF eine eigene geschlossene Vereinsmeisterschaft. Am 18. Dezember sollten die Clubmeister gekürt werden. Mit Hilfe von Gudrun Lux (Bonn), Florian Umscheid (Potsdam) und Sonja Winkelmann (Mainz) konnte so im Fachschaftscafé der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftler das Turnier starten. Am Ende setzten sich im Finale Anja Pfeffermann und Willy Witthaut gegen Marion Seiche und Benjamin Jungkind durch.
Insgesamt können wir sagen, dass sich das letzte Jahr sehen lassen kann! Wir haben aber nicht nur debattiert, sondern haben auch organisatorisch gearbeitet. Wir haben durch regelmäßige Promo-Aktionen immer wieder Debattierneulinge gefunden, die sich über das Debattieren an der Universität Frankfurt freuen. Wir haben eine lose Reihe zu den "Bausteinen des Debattierens" etabliert und Seminare zu Rhetorik organisiert und durchgeführt. Und nicht zuletzt haben wir uns um Turnierorganisation gekümmert. An dieser Stelle sei zu erst der Schobbe-Cup zu nennen, der wirklich viel positive Resonanz erhalten hat. Die Bewerbung um die Ausrichtung der Deutschen Debattiermeisterschaft 2010 haben wir nur knapp (15 zu 16 im 2. Wahlgang) verloren. Trotzdem war es eine Bestätigung, dass die Debattierszene unserem Club viel zutraut.
Im vergangenen Jahr haben wir schon mit der Planung unseres internationalen Turniers in Frankfurt begonnen, das dieses Jahr im August ausgetragen wird.
Insgesamt kann man echt einfach nur sagen:
Alles was wir im Jahr 2009 gemacht haben, kann sich echt sehen lassen. Wir können stolz darauf sein, was wir in der kurzen Zeit erreicht haben und sollten genau die Energie vom Jahr 2009 in das Jahr 2010 mitnehmen, um ein mindestens genauso erfolgreiches Jahr, voller schöner Debatten, Spaß und allem anderen, was zum Debattieren dazu gehört zu erleben.
Liebe Freunde des Debattierens:
Auf ein schönes und erfolgreiches Jahr 2010!
Sonntag, 11. Oktober 2009
Unistartmesse 2009

Daumen hoch für den DCGF: Benjamin Jungkind, Willy Witthaut, Abusar Masoumi machen Werbung für den Club.
Samstag, 1. August 2009
Chronik des Frankfurter DCGF
- Vorgeschichte: Erste Debattierturnierluft wird im Sommer 2008 beim Gutenberg-Cup in Mainz und im darauffolgenden November bei der Münchner ZEIT-Debatte geschnuppert.
- Gründung: Am 14. Januar 2009 finden sich etwa 12 Debattierinteressierte im Studierendenhaus in Frankfurt Bockenheim ein - die Geburtsstunde des Debattierclub Goethes Faust.
- 22. Januar 2009: Mit dem professsionellen Coaching von Gudrun Lux starten wir unsere erste ordentliche Debatte, natürlich nach den Regeln der Offenen Parlamentarischen Debatte (OPD).
- 23.-25. Januar 2009: Willy, Luka und Franziskus fahren zur Tübinger ZEIT-Debatte und schneiden gar nicht schlecht ab!
- 6.-7. Februar 2009: Willy und Anja debattieren beim Heidelberger Punk-Turnier, werden wieder nicht letzter und reden sogar im Finale mit!
- 6.-8. März 2009: Willy, Franziskus und Anja lernen Jurieren beim Würzburger Jurierseminar, und zwar in den Formaten OPD und BPS.
- 1. April 2009: Offizielle Gründungsversammlung. Einen Vorstand haben wir jetzt auch: Anja Pfeffermann (Präsidentin), Willy Witthaut und Julian Wagner (Stellvertreter) und Ruth Hasberg (Kassenwartin).
- 18./19. April 2009: Zwei Teams nehmen an der Westdeutschen Meisterschaft in Bonn teil - und Willy, Julian und Franziskus ziehen direkt ins Finale und werden mal eben westdeutscher Vizemeister im Debattieren!
- 22. April 2009: Promo-Aktion im Hörsaalzentrum/Westend mit Unterstützung von Zeit und Heuking.
- 29. April 2009: Großer Neulingsabend mit Regeleinführung.
- 11.-14. Juni 2009: Zwei Teams nehmen an der Deutschen Debattiermeisterschaft 2009 in Mainz teil. Als Freie Redner breaken Benjamin Jungkind und Franziskus Bayer ins Achtelfinale, Willy Witthaut zieht sogar ins Viertelfinale ein!
- 1. Juli 2009: 2. Gründungsversammlung wegen komplett neuer Satzung. Neuwahlen: Anja Pfeffermann weiterhin Präsidentin, Stellvertreter: Willy Witthaut, Luka Lüdicke und Julian Wagner
- 8./9. August 2009: 1. Frankfurter Schobbe Cup - Der Tragödie Erster Teil (Frankfurt/Bonn) unterliegt nur knapp Mainz Anton vom DCJG.
Montag, 6. April 2009
Gründungsversammlung III
Donnerstag, 26. Februar 2009
Wir rocken beim Heidelberger PUNK-Turnier!
Zum zweiten Turnier in der Clubgeschichte, damals allerdings noch ohne Clubnamen, fuhren Willy und Anja Anfang Februar 2009 in die Kurpfalz zum Punk-Turnier des Debating Club Heidelberg. Verstärkt durch Patrick, Debattiernachwuchs am Heidelberger Hölderlin-Gymnasium, stritten wir noch am Freitagabend um die Abschaffung des Religionsunterrichts an deutschen Schulen. Um anschließend der weltweiten Wirtschaftskrise entgegenzuwirken und sie wenigstens in Heidelberg für den Moment aufzuhalten, setzten wir unseren Teilnehmerbeitrag direkt in der örtlichen Gastronomie um. Clubfreundschaften wurden so bei gemeinsamem Rauchen, Trinken und Flirten gepflegt – ein verweigerter Tanz steht den Beziehungen zwischen Frankfurt und Heidelberg hoffentlich nicht weiter entgegen.
Der Samstag startete etwas schlüpfrig mit der Forderung der Tübinger Streitkultur, Viagra breit gestreut unters Volk zu bringen und dafür ein Potenzamt zu schaffen, das mit Hilfe von Professionellen regelmäßig die Notwendigkeit dazu überprüft. Willy konterte mit einem Appell an das natürliche Beischlafbewusstsein so vehement, dass wir als Debattierfrischlinge am Ende den alten Hasen von der Streitkultur nur knapp unterlagen.
Nachdem das Thema „Soll G8 wieder abgeschafft werden?“ ausdebattiert war, standen im Finale die Rheingötter aus Bonn der Regierung der Streitkultur bei der Frage „Soll das Zahlen von Lösegeld bei Geiselnahmen verboten werden?“ gegenüber. Und auch unser Frankfurter Team war vertreten: Anja breakte als freie Rednerin und schaffte es nach einer legendären Debatte – kann das OPD-Handbuch tatsächlich als philosophische Grundlage für militärische Einsätze gegen Entführer, Geiselnehmer und Terroristen dienen? – unter die Top Five des Turniers, direkt nach den sagenumwobenen Rheingöttern.